Mit dem Fahrrad von Oslo nach Flensburg
21.06.2025 - Tag 10: Kopenhagen - Sightseeing
Heute hatte ich für das Frühstück alle Zeit der Welt, weil heute war Ruhetag, also genauer gesagt war heute Sightseeing in Kopenhagen angesagt.
Auf dem Weg runter zum Frühstücksraum kam ein Radfahrer mit seinem Rennrad in den Aufzug. Eine gute Gelegenheit, um herauszufinden, warum die beiden Radmannschaften hier im Hotel waren. Und jetzt verstand ich auch, die Fahne vor dem Kunstmuseum. Heute war das Frauenrennen des Kopenhagen Sprint, ein Radrennen in und um Kopenhagen, angesetzt. Und darum gab es auch eine verbilligte Karte für den Bus. Jetzt wurde ein Schuh draus...
DAs Frühstücksbuffet war grandios und ich hatte alle Zeit der Welt heute morgen. So konnte ich richtig zuschlagen und mich durch allerlei Köstlichkeiten durchfuttern. Das interessanteste am Frühstück war das Damenteam am Nebentisch. Die haben gefuttert, was das Zeug hielt. Vor allem Eier, 5-6 Stück war für die ein oder andere kein Problem. Sie aßen immer noch, als ich den Frühstücksraum verließ.
Mit dem Bus ging es dann ca. 20 Minuten in Richtung Stadtmitte. Zwar hielt der Bus eine Station früher als ich heraus musste, aber rund um das Rathaus war alles wegen dem Radrennen abgesperrt. Und so sah ich zuerst den Tivoli und dann, genau gegenüber, den Haupthahnhof von Kopenhagen. Sah gut aus mit der Fassade aus Stein und der Holzkonstruktion im Inneren.
Danach ging es am Tivoli vorbei zum Radhausplatz mit dem Drachenbrunnen und den Rathaus . Auf dem Vorplatz waren alle möglichen Verkaufsstände der Radsportausstatter aufgebaut.
Direkt neben dem Rathaus steht das Lurenbläser-Denkmal, ein Geschenk der Carlsberg-Stiftung an die Stadt Kopenhagen.
Über die Mamorbroen ging es dann zu Schloss Christiansborg. Das Schloss ist weltweit einzigartig, da es die höchsten Vertreten der Exekutive, der Legislative und der Judikative in einem Gebäude beherbergt. Auch die königliche Familie nutzt Räume für öffentliche Anlässe. Ein beeindruckendes Bauwerk...
Unmittelbar neben dem Schloss lag der Garten der königlichen Bibliothek mit seinem schönen Brunnen in der Mitte. Hinter der alten Bibliothek lag, zum Hafen hin, die neue Nationalbibliothek. Das Kriegsmuseum lag wiederum genau neben der königlichen Bibliothek. War schon interessant, auf welch engen Raum hier die Sehenswürdigkeiten lagen.
Von der Christian IV-Brücke hatte man einen herrlichen Blick auf den Kanal mit der Bar und dem Restaurant auf dem Wasser. Allgemein waren die Kanäle hier schön anzuschauen. Irgendwie beruhigend, auch wenn man mitten in der Stadt war.
Mein eigentliches Ziel war aber die Vor Frelsers Kikre (Erlöserkirche). Den 90m hohen Turm dieser Ende des 17. Jahrhunderts erbaute Kirche kann man über eine Treppe mit 400 Stufen emporsteigen, wobei die Treppe an der Turmspitze außen verläuft. Nein, nein, das ist nichts für des Vaters Sohn...
Dann ging es zurück zum Hafen und zur Holmens Kirche, deren Geschichte Anfang des 17. Jahrhunderts begann.
Gegenüber der Holmens Kirche war dann die Vorderseite des Schloss Christansborg. Ja, von diesem unscheinbaren Balkon (wirkt im Fernsehen immer viel, viel größer) winken als die Königs hinunter zum Volk. Heute war aber alles leer...
Ein ganz interessante Sache gibt es noch gegenüber der Schlosskirche von Christansborg im Slotsholm-Kanal neben der Højbro-Brücke zu sehen. Dort, unter Wasser, steht die Skulptur "Agnete und der Meermann". Der Meermann steht mit seinen sieben Söhnen da und fleht Agnete an zu bleiben. Die Skulptur gilt als eine der am wenigsten bekannten Skulpturen in Kopenhagen. Wen wunderts, steht sie doch echt unter Wasser.
Genug der Kunst, jetzt wollte ich noch das Schloss Rosenborg mit seinem unglaublichen Garten sehen. Der Hammer, so ein Garten vor einen tollen Schloss. Und das mitten in einer Großstadt. Die Straßen hinter dem Schloss und am Kunstmuseum, welche an einer Ecke des Gartens lag, waren wegen des Radrennens gesperrt und es gab auch keine Möglichkeit, auf die andere Seite zu kommen. So ging ich durch den Garten zurück.
Am berühmten Nyhavn bot sich ein Bild, wie man es von vielen Veröffentlichungen über Kopenhagen kannte. Die farbenfrohen Häuser aus dem 17. Jahrhundert waren nett anzuschauen, auch wenn hier der Trubel der Großstadt herrschte. Schön war es trotzdem, vor allem durch die ganzen Schiffchen, die hier lagen.
Da ich morgen meine längste Etappe vor mit hatte und auch noch die Klamotten von heute waschen musste, fuhr ich dann gegen 18:00 Uhr mit dem Bus zurück ins Hotel. Dabei tauchten während der Fahrt zwei komisch anmutende Häuser auf, die 2022 fertiggestellten Kaktus-Türme. Mit ihrer Höhe von 80m und den verdrehten Balkonen sind sie schon ein Hingucker.


























