Mit dem Fahrrad von Oslo nach Flensburg
16.06.2025 - Tag 5: Uddevalla - Göteborg (89km, 742Hm)

Da heute eine relativ kurz Etappe anstand, konnte ich mit mit dem Frühstück Zeit lassen und die ganzen Köstlichkeiten am Frühstückbuffet ausprobieren. Gleichzeitig schaute ich mit auch nochmal an, wie ich auf die "Standpromenaden" komme. 

     

Und so startete ich gegen 8:00 Uhr und fuhr erst einmal durch die Stadt in Richtung Meer.

     

Am Meer angekommen, hate man einen wundervollen Blick auf die Bucht mit der spektakulären Uddevillabron im Hintergrund. Weiter ging es auf einem gekiesten Weg am Meer entlang.

     

Noch einen letzten Blick auf den Hafen, dann ging es an einem Sprungturm vorbei, die Brücke immer im Hintergrund.

   

Dann konnte ich die volle Pracht der Strandpromenade genießen. Der Holzsteg wurde entlang der Felsen gebaut, Einfach traumhaft hier, die Strandpromenade, das Meer, die Aussicht, die noch kühle Morgenluft, einfach ein Wahnsinn.

Nach diesem Traum am Meer ging es wieder zurück auf die Straße. Nachdem ich kurz auf der Straße gefahren war, zeigte mir mein Navi, dass ich nach links abbiegen sollte. Blöd nur, dass dort ein Sackgassen-Schild stand. Ich war irgendwie etwas ratlos. Glücklicherweise kam ein Auto aus der Straße gefahren, so dass ich kurz nachfragen konnte. Ich hatte Glück, Fahrradfahren konnten am Ende der Straße problemlos weiterfahren. Also bog ich ab...

     

Und tatsächlich, am Ende der Straße ging es auf ein kleines Privatsträßchen, welches nur für den Autoverkehr gesperrt war. Der Preis dafür war eine ziemlich deftige Steigung, die es zu erklimmen galt. Danach aber bot sich eine, für Radfahrer eine traumhafte Route auf einer kleinen Straße ohne jeglichen Verkehr. Ein oder zwei Anwohner sind dort gefahren, ansonsten nur Ruhe und eine tolle Landschaft. Apropos Landschaft, diese zeigte sich heut von einer ganz anderen Seite. Nicht mehr nur Wald, sondern deutlich abwechslungsreicher und interessanter.

Vor Ljungskile ging es dann zurück auf die "normale" Straße. War aber auch nicht schlimm, da hier auch recht wendig Verkehr war.

Und so radelte ich Kilometer um Kilometer Göteborg entgegen. Vor Stenungsund tauchte dann die Ödsmåls kyrka auf. Der Wind pfiff jetzt ganz schön von der Seite, so dass man höllisch aufpassen musste, nicht seitlich weggedrückt zu werden.

An der Kreuzung stand dann eine Fahrradluftpumpe am Straßenrand. Hatte ich in der Form bislang auch noch nicht gesehen. Ich war aber gerade auf Futtersuche, so dass ich zügig weiterfuhr. Am Ende von Stenungsund war dann ein Einkaufszentrum mit einem Imbiss. Man muss nehmen, was man bekommt...

           

Dann ging es wieder ganz nah an das Meer. Der Wind wurde deswegen nicht schwächer, aber bei dem Ausblick war es einfacher zu ertragen. Meer, Wiesen und wieder Wasser wechselten sich ab.

     

Bei Kareby fuhr ich die Straße entlang und dachte zuerst, ich hätte Seestörungen oder das taucht eine Fata Morgana vor mir auf. Standen da zwei Militärjets am Straßenrand? Als sich näher kam sah ich, dass da tatsächlich zwei Jets standen. Warum die da rumstehen, konnte ich auch im Nachgang nicht herausfinden. Seltsam das Ganze...

     

Die Radwege waren hier stellenwiese schon interessant. vor Kungälv gab es sogar einen Radweg mit zwei Fahrspuren. In Kungälv angekommen genoss ich erst den kleinen Park am der Norde, bevor ich mir noch die Kungälvs kyrka anschaute. Leider konnte ich nur von außen schauen, da ich mein Fahrrad nicht einfach so unbeaufsichtigt lassen wollte.

Kaum aus Kungälv draußen, zeigte sich Schweden nochmals von seiner schönsten Seite. Eine tolle Wolkenzeichnung am Himmel, unten Wasser, Wiese und Kühe, richtig romantisch.

     

Nachdem ich die Jordfallsbron überquert hatte, merkte ich augenblicklich, dass ich mich in der Nähe einer Großstadt befand. Nichts war mehr mit gemütlichen Radwegen oder verkehrsarmen Sträßchen. Nein, Vor mit tat sich ein Straßengewirr auf und der Radweg entlang der E45 war jetzt auch nicht der Brüller. 

Bei Kärra knickte der Radweg nach links ab und plötzlich war ich in einem kleinen Wäldchen und habe von der Straße kaum etwas gehört. Die Freude war nur von kurzer Dauer, denn schon bald ging es mitteln Ampel über die E45 drüber und auf der anderen Seite wieder der Straße entlang.

Bald schon erreichte ich den Hafenbereich von Göteborg.

     

Ein paar Meter weiter erreichte ich dann auch den Teil des Hafens, wo mein heutiges Hotel, die "Barken Viking" lag. Die letzten Meter musste ich schieben, da das Kopfsteinpflaster keinen Meter auf dem Fahrrad erlaubt. Auf dem Schiff angekommen, konnte ich einchecken, wobei der Herr echt meinte, ich würde mein Fahrrad in einen Raum stellen, in den jeder rein konnte. Nach einiger Diskussion war das aber auch geklärt und ich konnte mit meinem Fahrrad meine Zimmer (oder besser Kajüte). Das Fahrrad passte problemlos rein und ich hatte auch noch genügend Platz in der kleinen Hütte. Gewöhnungsbedürftig war, dass der Boden sowohl in Längs-, als auch in Querrichtung schief war. 

     

Als ich durch die beiden Bullaugen sah, war mir auch klar, warum das Zimmer so teuer war. Ich hatte direkten Blick auf das kleine Hafenbecken, grandios.

Nach dem obligatorischen Waschen der Wäsche und dem Einkauf im nahegelegenen Supermarkt, begab ich mich auf Futtersuche. Meine Wahl fiel auf ein asiatische Restaurant, in dem ich eine Nudelsuppe mit doppelter Portion Nudel bestellt. War richtig lecker und auch genügend Feststoffe in der Suppe. Und so ging ich satt und zufrieden zurück auf das Schiff.

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